Web / Surf-Tipps

Magna Carta für das Internet

Tim Berners-Lee will das Netz retten und schlägt daher einen "neuen Vertag für das Internet" vor

Viel wird dieser Tage über den Zustand des Internets debattiert. Die Experten stimmen zumindest überein, dass einiges schiefgelaufen ist in den letzten Jahren. Web-Erfinder Tim Berners Lee ist da keine Ausnahme. Nun hat er beim "Web Summit" in Lissabon einen Vorschlag gemacht, der das Internet gleichsam zu seinen Wurzeln zurückführen soll. Es solle wieder offener und fairer werden. Daher brauche es "einen neuen Vertrag für das Netz, mit klaren und strengen Verantwortlichkeiten für jene, die die Macht besitzen, es zu verbessern". Im Mittelpunkt sollen dabei die Nutzer stehen.

Gleichzeitig ruft Berners-Lee die Netz-Gemeinschaft und die vielen Delegierten beim Web Summit auf, mitzumachen: "Ich hoffe, mehr Menschen werden uns beitreten, um ein Internet aufzubauen, das wir alle wollen." An der Web Foundation, deren Vorsitzender Berners-Lee ist, sollte sich daher eine möglichst breite Koalition beteiligen - unter dem Hashtag #ForTheWeb. Zusammen wolle man eine "Magna Carta für das Internet" schaffen, welche im Mai kommenden Jahres veröffentlicht werden soll. Unter anderem möchte #ForTheWeb Druck auf Regierungen und Unternehmen ausüben, die letztendlich die wichtigen Entscheidungen für die Zukunft des Internets treffen. Zu den bisherigen Unterzeichnern des Vertrages gehören neben prominenten Persönlichkeiten wie Richard Branson immerhin auch Google und Facebook - die beiden Megakonzerne dürfen sich von der Kritik Berners-Lee durchaus angesprochen fühlen.

Jan Treber

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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