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Leverkusen Unwetter: Zeltlager-Teilnehmer kehren nach Leverkusen zurück

Am Donnerstag ist ihr Camp in Südfrankreich bei einem Unwetter völig zerstört worden, nun kehrt die Jugendfreizeit St. Antonius nach Leverkusen zurück. Die Busse sollen gegen Samstagnachmittag ankommen.


Damit kehren die Campteilnehmer später zurück als ursprünglich geplant, denn einer der Reisebusse hatte ein Panne, heißt es über Facebook vom St. Antonius Zeltlager. Auch Mitarbeiter des städtischen Jugendamts sind heute bei der Ankunft im Einsatz. Sie wollen dafür sorgen, dass die Kinder sicher zu ihren Eltern oder Angehörigen kommen.

 

Die meisten der 119 Camp-Teilnehmer aus Leverkusen und Umgebung haben durch das Unwetter ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Viele haben nur noch das, was sie auf der Flucht vor den Wassermassen bei sich hatten.

 

Von dem 66-jährigen Betreuer aus Köln fehlt unterdessen noch immer jede Spur. Sein Wohnwagen war von den Wassermassen zerstört worden, die Suche nach dem Mann war auch gestern erfolglos und wurde am Samstag fortgesetzt.

 

Nach der Überschwemmung des Leverkusener Zeltlagers St. Antonius hat die Polizei am Freitag zwei der Campleiter vorgeladen und verhört. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP und verweist auf die Staatsanwaltschaft. Die Behörden ermitteln demnach unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung und Betreibens eines Campingplatzes ohne Genehmigung.

Rund um das Zeltlager gab es im vergangenen Jahr einen Gerichtsprozess. Die französische Kleinstadt, in der das Camp stattfindet, hatte gegen die Leverkusener Veranstalter geklagt. Ihr Vorwurf: die Contaier auf dem Gelände seien Schwarzbauten. Das hat das französische Gericht im Dezember aber eigentlich anders gesehen und die Klage zurückgewiesen.
(11.08.2018)


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