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Handball VfL verliert letztes Heimspiel des Jahres nach 12-Minuten-Blackout

Der VfL Gummersbach hat am ersten Bundesliga-Rückrunden-Spieltag sein Heimspiel gegen die MT Melsungen verloren. Nach einem 0:7-Lauf unterlag der VfL ein vorher ausgeglichenes Spiel mit 23:28.


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Zum Auftakt in die Rückrunde der Handball-Bundesliga hat der VfL Gummersbach gegen die MT Melsungen keine Punkte in der heimischen Schwalbe-Arena halten können. Gegen die Nordhessen verloren die Gummersbacher mit 23:28 (12:14).

Dabei sahen die 3.024 Zuschauer im letzten Heimspiel des Jahres eine über weite Strecken spannende und attraktive Partie zweier kämpferisch gut eingestellter Mannschaften. Über drei Viertel des Spiels konnte der VfL dem Favoriten aus Melsungen Paroli bieten, ehe ein doppeltes Unterzahlspiel und der Spielverweis von Marvin Sommer die Gegenwehr des VfL ausbremsten.

Der VfL begann zielstrebig und mit gutem Zug zum Tor. Ivan Martinovic, dem das gesteigerte Selbstvertrauen nach dem ersten Auswärtssieg der Saison spürbar anzusehen war, besorgte den Hausherren die 1:0-Führung in der zweiten Spielminute. Auch Torhüter Matthias Puhle zeigte sich in Frühform und parierte die ersten beiden Angriffe der Melsunger, ehe er zum ersten Mal hinter sich greifen musste (1:1, 4. Minute).

Das 2:1 durch Pouya Norouzi in der vierten Minute sollte jedoch die letzte Führung der Gummersbacher sein. Nach den Anfangsminuten fanden die Gäste besser in die Begegnung und rissen das Spielgeschehen an sich. Dem VfL passierte in der Folge der ein oder andere Ballverlust im Angriff zu viel, so dass die MT sich einen Vier-Tore-Vorsprung herausspielen konnte (4:8, 14. Minute).

Nun waren es jedoch die Melsunger, die sich Fehler erlaubten und der VfL wiederum die Mannschaft, die diese durch körperlichen Einsatz und Power im Angriff auszunutzen wusste. Zwei Treffer in Folge brachten den VfL wieder zurück ins Rennen (6:8, 16. Minute). Auch auf einen erneuten Rückschlag mit zwei Gegentreffern hintereinander reagierten die Gummersbacher kämpferisch und blieben in Reichweite. Nach dem 8:10 durch Norouzi in der 22. Minute hielt auch Moritz Preuß durch seinen Treffer zum 9:11 den Anschluss an Melsungen.

Die Oberbergischen packten auch in der Abwehr deutlich robuster zu und machten es den Gästen zunehmend schwerer. Zudem sorgte der eingewechselte Carsten Lichtlein im Tor dafür, dass die Defensive an Stabilität gewann. Mit einem knappen 12:14 durch Preuß ging es dank einer Doppelparade von Lichtlein in den Schlusssekunden des ersten Durchgangs für die Mannschaften in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel weiter zugunsten der Heimmannschaft. Während der VfL aufs Tempo drückte, fiel den Gästen die Antwort auf das neue Selbstbewusstsein der Gummersbacher schwer. Folgerichtig sorgten Norouzi und Martinovic in der 33. Spielminute für den 14:14-Ausgleich zugunsten des VfL. Bis zum 16:16 in der 36. Minute durch Martinovic blieben die Teams auf Augenhöhe, ehe die MT ihrerseits wieder besser in die Spur fand. Den in der Abwehr aufmerksamen Gummersbachern fehlte in dieser Phase die nötige Effektivität im Abschluss. So gelang es den Gästen das eigene Spiel besser zu ordnen und sich eine leichte Führung herauszuspielen.

Beim Stand von 16:19 kam es für die Gummersbacher in der 44. Minute dann knüppeldick, als zunächst Stanislav Zhukov eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe erhielt und nur wenige Sekunden später Sommer nach Foul an Roman Sidorowicz die rote Karte sah. Den anschließenden Siebenmeter nutzten die Melsunger ebenso eiskalt aus wie die Restzeit der doppelten Unterzahl. In der 46. Minute sorgte der Sechs-Tore-Vorsprung für die Vorentscheidung zugunsten der Auswärtsmannschaft (16:22).

Der VfL fand insbesondere im Angriff nicht mehr den Faden und lief dem Rückstand trotz sichtbarer Bemühungen hinterher. Mit seinem zehnten Treffer im Spiel führte Martinovic seine Mannschaft nach einem sehenswerten Gegenangriff auf vier Tore heran (22:26, 59. Minute). Schlussendlich musste sich der VfL jedoch mit einem 23:28 geschlagen geben.

Im letzten Heimspiel des Kalenderjahres hat der VfL damit sein Punktekonto kurz vor Heiligabend nicht auffüllen können, auch wenn sie die Partie über einen langen Zeitraum spannend gestalteten. Ein entscheidender Knackpunkt war mit Sicherheit die 44. Minute, als der VfL in doppelter Unterzahl nicht nur Sommer sondern auch den Faden verlor und nicht mehr endscheidend in die Partie zurückfand.

Das letzte Spiel in 2018 bestreitet der VfL am 26. Dezember beim TVB Stuttgart.

In der Tabelle bleibt Gummersbach 16. und drittletzter mit 8:28 Punkten.

Trainerstimmen:

Denis Bahtijarevic (VfL Gummersbach): Herzlichen Glückwunsch an MT Melsungen für zwei Punkte. Es war ein Spiel, in dem wir Melsungen die ganze Zeit gejagt haben. Beim 16:16 glaubte ich, dass wir eine gute Chance haben, das Spiel übernehmen zu können, aber dann kam plötzlich wieder dieser freie Fall mit einem 7:0-Lauf von Melsungen. Wir hatten von Beginn an Probleme auf der linken Seite und dann kam die doppelte Unterzahl mit der roten Karte von Marvin Sommer dazu, die dann noch einen Wechsel erzwungen hat, mit dem es nicht besser funktioniert hat. Ich glaube, dass wir zwar einige gute Angriffe gespielt haben, aber der Torhüter von MT Melsungen einfach in dieser Phase auch gut gehalten hat. Und dann hatten wir auch nicht mehr die Kraft, um wieder heranzukommen. Das waren unsere Probleme, die einen besseren Ausgang des Spiels für uns nicht möglich gemacht haben.

Heiko Grimm (MT Melsungen): Wir haben heute ein kampfbetontes Handballspiel gesehen, das nicht immer superschön anzusehen war, aber wir haben jetzt Mitte Dezember und die Mannschaften pfeifen aus dem letzten Loch. Wir haben uns heute fest vorgenommen uns für die tolle Moral und die tolle Mannschaft zu belohnen und wir sind sehr, sehr froh, dass uns das geglückt ist. Wir hatten heute mit Danner und Lemke noch einmal zwei Ausfälle während des Spiels und darauf, dass wir das kompensieren konnten, bin ich einfach stolz. Jetzt geht es für uns vor allem darum uns zu regenerieren und unser letztes Heimspiel gegen Wetzlar zu gewinnen.


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