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Handball VfL ohne Chance gegen weiter ungeschlagenen SCM

Der VfL Gummersbach hat am fünften Bundesliga-Spieltag sein Heimspiel gegen den SC Magdeburg erwartungsgemäß verloren. Insgesamt war die 20:31-Niederlage erneut eine schwache Vorstellung.


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Vor nur 2.550 Zuschauern in der Schwalbe-Arena hatte der VfL gegen starke Gäste nie wirklich eine Siegchance.

Ohne das nötige Durchsetzungsvermögen in Abwehr sowie Angriff blieben die Gummersbacher über die gesamte Spielzeit chancenlos.

Gleich von Beginn an strotzten die Magdeburger vor Selbstbewusstsein und präsentierten sich mit dem entsprechenden Selbstverständnis in ihren Angriffen. Der VfL setzte zunächst mit einer kompakten und wachen Abwehr dagegen.

Vorne stemmten sich die Gummersbacher gegen die sicher stehende Defensive des SCM, kamen offensiv nicht so in Tritt wie eine Woche zuvor gegen den TVB 1898 Stuttgart. In der 2. Minute setzte sich Marvin Sommer, der im ersten Durchgang auffälligster VfL-Spieler sein sollte, auf Außen durch und erzielte den 1:1-Ausgleich für den VfL.

Auch wenn der SCM sich torhungrig zeigte, bemühte sich der VfL sich nicht gleich abschütteln zu lassen. Über ein konzentriertes Abwehrverhalten erzwangen die Gummersbacher immer wieder Ballgewinne und blieben auf Tuchfühlung mit den Gästen. In der 9. Minute warf Pouya Norouzi sein Team zum 4:5.

Dennoch gelang es den Magdeburgern in der Folgezeit die Führung und Spielkontrolle an sich zu reißen. Zu viele technische Fehler, insbesondere Stürmerfouls, und Fehlwürfe verhinderten auf der Gegenseite eine effektivere Torausbeute der Blau-Weißen. In der 16. Minute sorgte Drago Vukovic für das 6:9 der Gummersbacher, ehe die Gäste vier Tore hintereinander warfen und so einen komfortablen Vorsprung herausholten (6:13, 22. Minute). Dem VfL fiel es immer schwerer mit den starken Magdeburgern mitzuhalten, wodurch die Gäste aus Sachsen-Anhalt ihren Lauf weiter ausbauen konnten. Bis zur Halbzeit wuchs der Rückstand für den VfL auf sieben Tore an. Für den 10:17-Halbzeitstand sorgte Stanislav Zhukov in Minute 28.

Nach dem Seitenwechsel demonstrierten die Magdeburger weiterhin, weshalb sie derzeit in der Handball Bundesliga noch ohne Punktverlust dastehen. Trotz des Einsatzes der Gummersbacher ließen die Hausherren zu viele Chancen liegen und luden die Magdeburger zu einfachen Treffern ein. So gelang es den Magdeburgern ihren Vorsprung weiter peu à peu auszubauen. In der 33. Minute lag der VfL somit erstmals mit neun Treffern hinten (10:19). Erst in Minute 37 warf Norouzi das erste VfL-Tor in Halbzeit zwei (11:19). Vorne agierten die Gummersbacher nervös, während die Gäste aus Magdeburg ihr Spiel durchzogen und ihre Klasse ausspielten.

Zu häufig geriet das Angriffsspiel der Gummersbacher ins Stocken, weshalb der VfL trotz einiger guter Akzente nicht verhindern konnte, dass der Rückstand weiter anwuchs. Der erste Elf-Tore-Rückstand stellte sich in Minute 46 mit dem 15:26 ein. In der Schlussphase schafften es die Gummersbacher immerhin die Niederlage nicht noch deutlicher ausfallen zu lassen. Insbesondere Norouzi konnte die SCM-Deckung das ein oder andere Mal in Bedrängnis bringen. Der Iraner steuerte in den letzten zehn Spielminuten fünf Treffer bei. Auch Carsten Lichtlein im Tor der Gummersbacher trug mit drei Paraden in der Schlussphase dazu bei, dass es nach 60 Minuten bei elf Toren Rückstand blieb (20:31).

Nach vier Niederlagen bei fünf Partien sieht die Punkteausbeute bei den Gummersbachern weiterhin mager aus. Gegen die Mannschaft der Stunde aus Magdeburg war die Aufgabe am späten Sonntagnachmittag für das Team von Trainer Denis Bahtijarevic schlussendlich eine Nummer zu groß. Insbesondere der Glaube an das eigene Leistungsvermögen fehlte weitgehend. Dennoch ist der SCM, speziell in der Form des Saisonbeginns, für den VfL sicherlich nicht der Maßstab, an dem sich die Gummersbacher in den kommenden Wochen messen lassen sollten.

Am Donnerstag wartet mit der MT Melsungen auswärts ein weiterer Kandidat auf die internationalen Plätze in der Liga auf den VfL Gummersbach.

Bester VfL-Werfer war Pouya Norouzi mit sieben Toren. In der Tabelle steht der VfL mit 2:8 Punkten auf dem 16. und drittletzten Platz.

Trainerstimmen:

Denis Bahtijarevic (VfL Gummersbach): Magdeburg hat heute sehr, sehr stark gespielt. Gegen einen starken Gegner wie Magdeburg zu verlieren ist nicht schlimm, aber die Art und Weise, wie wir verloren haben, ist schlimm. Im Grunde haben wir von Beginn an nicht an uns geglaubt und daran, dass wir das Spiel vielleicht gewinnen könnten. Wir haben zwar irgendwie alles versucht, aber nichts hat funktioniert und dann haben wir uns verunsichern lassen, so dass wir nicht mehr wussten, was wir noch umstellen konnten. Wir haben in der gesamten ersten Halbzeit zu langsam gespielt und sind in der zweiten Hälfte durch Emotionen zwar wieder ins Spiel zurückgekommen, aber es hat heute für uns einfach nicht gereicht etwas Besseres daraus zu machen.

Bennet Wiegert (SC Magdeburg): Ich freue mich wieder hier in Gummersbach zu sein und viele bekannte Gesichert zu sehen. Es ist immer einfacher zu spielen, wenn sich unsere Mannschaft so wie heute präsentiert. Auch wenn es vom Ergebnis her einfach klingt, war es heute alles andere als das. Nach dem emotionalen Sieg gegen Kiel erwarten die Leute, dass man hoch gegen Gummersbach gewinnt. Aber das ist im Handball nicht so. Wir haben konzentriert und über eine starke Deckung gespielt, damit konnten wir den VfL verunsichern. Die Investition, sich auf zwei, drei Spieler zu konzentrieren und sie nicht ins Spiel kommen zu lassen, war am Ende der Schlüssel zu unserem Sieg.


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