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Leverkusen Zeltlager-Leiter nach Überschwemmung verhört

Überraschende Wende nach der Überschwemmung des Leverkusener Zeltlagers St. Antonius in Südfrankreich: Die Polizei hat zwei der Camp-Leiter vorgeladen und verhört - die beiden Vorsitzenden der Jugendförderung. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP und verweist auf die Staatsanwaltschaft.


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Die Behörden ermitteln jetzt unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung, außerdem soll die Genehmigung für das Camp gefehlt haben.

 

Rund um das Zeltlager, bei dem auch Kinder aus Leichlingen dabei sind, gab es im vergangenen Jahr einen Gerichtsprozess. Die französische Kleinstadt, in der das Camp stattfindet, hatte gegen die Leverkusener Veranstalter geklagt. Der Vorwurf: Die Container auf dem Gelände seien Schwarzbauten. Das französische Gericht hatte die Klage im Dezember aber eigentlich zurückgewiesen.

 

Nach dem Unwetter sollen sich die Ferienkinder am Freitagabend in Bussen auf den Weg nach Hause machen.

 

Unterdessen wird nach wie vor ein Betreuer vermisst. Der Wohnwagen des Mannes war am Donnerstag vom Wasser mitgerissen und zerstört worden. Die Suche nach dem Vermissten wird unter anderem mit zwei Hubschraubern fortgesetzt.

 

Das St. Antonius Zeltlager mit mehr als 100 Kindern unter anderem aus Leverkusen, Leichlingen und Umgebung war nach der Überflutung geräumt worden. Allen Kindern gehe es den Umständen entsprechend gut, sie sind in einer Mehrzweckhalle untergebracht und haben die Nacht dort verbracht, heißt es vom Veranstalter. Drei Kinder und 5 Betreuer mussten leicht verletzt zur Beobachtung ins Krankenhaus.

 

Weil die Betroffenen durch die Überschwemmung alles verloren haben, sind am Donnerstagabend in Leverkusen Spenden gesammelt worden. Die Hilfsgüter wurden sofort auf den Weg nach Frankreich gebracht. Am Freitagmorgen sind auch schon die ersten Eltern am Camp angekommen, um ihre Kinder abzuholen.

 

Auf seiner Facebookseite informiert das "Zeltlage St. Antonius" über die aktuelle Lage in Südfrankreich.
(10.08.2018)


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